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Geniale Außenseiter: Die Gebrüder Wright

Die Gebrüder Wright

Der Traum vom Fliegen wurde durch die Gebrüder Wright vor über 100 Jahren Wirklichkeit. Wie wurde dies vollbracht? Ist „Erfinden“ einfach das Ergebnis glücklicher Umstände? Nein, denn mit Nathal können neue Ideen gezielt „abgerufen“ werden.

Am 17.12.1903 gelang den Brüdern Wilbur und Orville Wright der erste bemannte Flug mit einem motorgetriebenen Flugzeug. Der uralte Menschheitstraum vom Fliegen wurde damit schlussendlich Wirklichkeit, nachdem unzählige Generationen von Gelehrten und Ingenieuren es „offiziell“ für ein Ding der Unmöglichkeit erklärt hatten.

Wilbur und Orville Wright waren Fahrradmechaniker, ohne jede Universitätsausbildung. Tatsächlich ist es in der Geschichte der Ingenieurswissenschaft eher die Regel als die Ausnahme, dass Innovationen von fachfremden Außenseitern gemacht wurden. So war Gottlieb Daimler kein Kutschenbauer (und schon gar nicht Pferdezüchter), Joseph Niépce (Erfinder der Fotographie) war kein Maler, sondern Anwalt, etc.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es in den USA und Europa mehrere staatlich geförderte Programme zur Entwicklung von Fluggeräten: Zum Beispiel das des Prof. Samuel Langley, welcher eine völlig falsche aerodynamische Gesetzmäßigkeit aufgestellt hatte (die jedoch aufgrund seiner Stellung als Leiter des Smithonian Institute viele Ingenieure und Bastler überzeugte), und mit Mitteln des US-Kriegsministeriums diverse erfolglose (und für die Testpiloten sehr gefährliche) Versuche durchführte.

Die Gebrüder Wright waren in dieser Hinsicht unvoreingenommen, und gingen ohne zu starke vorgefasste Meinungen an die Problematik heran. Sie wagten selbst die bisherigen Modelle der Vordenker (Otto v. Lilienthal) zu hinterfragen und als falsch zu benennen.

Selbst nachdem experimentell bewiesen wurde, dass der Mensch sich dank seines Erfindungsreichtums in die Lüfte erheben kann, war die Sache damit jedoch nicht getan. Als Außenseiter von der US-Administration ignoriert, mussten die Erfinder sehr viel Energie, Diplomatie und Geschäftssinn aufbringen, bis sie auch wirtschaftlich die Früchte ihrer Arbeit ernten konnten. So wurde die Produktion der ersten Flugzeugserie nicht in ihrem Heimatland, sondern (ab 1908) in Frankreich realisiert. Erst danach erkannten die „Nein-Sager“ von einst, dass es höchste Zeit sei aufzuholen.

Wie merkwürdig müssen uns, aus der Perspektive der konstant beschworenen „innovativen Wissensgesellschaft“ die Umstände dieser Erfindung scheinen. Das Beispiel der Gebrüder Wright zeigt nämlich, stellvertretend für viele heute selbstverständliche technische Errungenschaften:

  • Innovationen können nicht staatlich verordnet werden
  • Sie kommen selten aus den zu diesem Zweck finanzierten öffentlichen Institutionen
  • Bekannte technische Prinzipien werden dabei regelmäßig über Bord geworfen, d.h. sog. Expertenmeinungen sind bestenfalls nutzlos (i.d.R. sogar hinderlich)
  • Neuigkeiten umzusetzen ist kein Selbstläufer, sondern ein mit hohen Widerständen verbundenes Unterfangen

Daraus können mehrere entscheidende Punkte abgeleitet werden, die durch die Nathal-Methode systematisch angegangen werden:

  • Für die Entwicklung bahnbrechender Neuigkeiten bedarf es – spitz formuliert – keines staatlichen Zertifikates. Mit Nathal bedarf es nur der inneren Bejahung von Neuigkeiten, unabhängig von Ausbildung oder beruflicher Stellung.
  • Ebenso wenig ist die Beschäftigung mit dem „wie es immer schon gemacht wurde“ von Nöten – und oft auch überhaupt nicht möglich, da man sich auf unerforschtes Neuland begibt. Entscheidend sind vielmehr innere Neutralität und intellektuelle Demut, d.h. die Fähigkeit zu sich selbst sagen zu können: „Ich weiß zwar einiges, aber was ich nicht weiß ist noch viel mehr, daher nehme ich mich jetzt zurück und gehe vorurteilsfrei an die Sache heran. Ich sage sogar zu Dingen ja, die meiner intellektuellen Auffassung widersprechen!“
  • Allein die technische Lösung eines Problems zu finden ist nur der halbe Weg. Die Erfindung kann ohne die richtigen Rahmenbedingungen nicht umgesetzt werden. Mit Nathal wird eben nicht nur dieser Aspekt beleuchtet, sondern – über die komplexe Gefühlswahrnehmung – auch alle Themen, die damit einhergehen, wie etwa die richtige Strategie für Finanzierung und Werbung, die notwendige persönliche finanzielle Absicherung, sogar die Bereitschaft des eigenen sozialen Umfelds ein solches Vorhaben mit zu tragen.
  • Durch kontinuierliche Anwendung der Methode wird gewährleistet, dass man sich stets veränderte Bedingungen (des Marktes, der persönlichen Lebenssituation) frühzeitig antizipieren und sich optimal daran anpassen kann. So wird auch vermieden, dass man sich in einen bestimmten Weg verrennt, stattdessen lernt man konstant die eigene Position zu reflektieren.

Quelle: Wenzke: "Pioniere des Himmels", Düsseldorf 2002

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