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Praxiserfahrungen mit der NATHAL®-Methode

Studium: NATHAL® in der Prüfungsvorbereitung

Prüfung in technischer Chemie, und das auf der Grundlage von 350 in der Vorlesung gezeigten Folien - nicht unmöglich, aber doch ein Riesenaufwand. Zum Lernen bemühe ich mich, alles auf das Nötigste zu komprimieren. Aber was lässt man weg, und was nicht? Deshalb bitte ich meine geistigen Berater, mir die entscheidenden Schwerpunkte mitzuteilen. Am Vorabend der Prüfung fühle ich mich so einigermaßen gut vorbereitet, und frage noch mal, ob irgendeines der Themen besonders wichtig sei. Ich bekomme eine ganz bestimmte Folie gezeigt, die zum Thema "Hydrocracken". Also suche ich mir diese Folie heraus und präge sie mir ein.

Am nächsten Morgen sitze ich noch kurz vor dem Gebäude, bevor ich zum Professor reingehe. Dabei frage ich innerlich, mich nun doch etwas mulmig fühlend: "Mit welcher Note kann ich denn rechnen?" - "Du bekommst eine 1,7." Nun, das wäre ja OK.

Meine Prüfung beginnt, die erste Frage vom Professor lautet: "Was fällt Ihnen denn zum Thema ‚Cracken' ein?". Bingo!, dachte ich mir: "Hydrocracken, thermisches Cracken, katalytisches Cracken." - "Na, dann erzählen Sie mal was über Hydrocracken!" Also male ich ihm die Formeln auf, die auf der Folie gestanden hatten. Es hakt dann nur ein bisschen, als er dazu Ergänzungsfragen stellt. Doch nun habe ich so viel Vertrauen in meine Berater, dass ich für den Rest der Prüfung einfach nur denke: Mit Euch kann mir hier ja gar nichts passieren! Und so erinnere ich mich bei den restlichen Fragen meist an die richtigen Zusammenhänge, bzw. bringe die richtigen Überlegungen vor. Dabei braucht es nur immer ein bisschen Zeit, bis die Gedanken kommen.

Als es vorbei ist, berät sich der Professor kurz mit seinem Assistenten, ruft mich wieder rein und sagt in eiligem Ton: "Also, Sie bekommen eine 1,7." Haha! Er fährt fort: "Aber nur, weil Sie einen Fürsprecher hatten. Sagen Sie mal, richtig gelernt haben Sie ja gar nicht, oder? Sie haben sich durch die richtigen Einfälle aus der Affäre gezogen, aber… ja, interessiert Sie das Fach nicht? Sie könnten doch mehr, wenn sie wollten!" Ich freue mich viel zu sehr, als dass ich es für nötig befinden würde, irgendetwas darauf zu antworten. Ich spüre sofort: Das ist nur seine Art, Studenten zu behandeln, es ist nicht persönlich zu nehmen. Ich habe das Gefühl, er hat mir die Note eigentlich gegen seine Überzeugung gegeben. Wie lustig! Später nimmt mich der Assistent nochmal zur Seite und meint, dass ich sehr gut gewesen sei, und er gerade meine Fähigkeit zu "überlegen" ;-) sehr gut fand.

Ich verspürte nach diesem Erlebnis eine unglaubliche Freude und Dankbarkeit!

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